SEO & Web
dofollow vs. nofollow

Zwei Link-Typen, die Suchmaschinen unterschiedlich werten.
Ein dofollow-Link gibt Linkkraft weiter und kann das Google-Ranking der Zielseite stärken. Ein nofollow-Link enthält eine Markierung, mit der die verweisende Seite signalisiert, dem Link nicht zu folgen, er vererbt also keine direkte Autorität. Für den Linkaufbau sind dofollow-Links wertvoller, ein natürliches Profil enthält aber stets beide.

Der grundlegende Unterschied zwischen dofollow und nofollow
Beide bezeichnen Backlinks, also Verweise von einer fremden Seite auf deine, doch Suchmaschinen werten sie unterschiedlich. Ein dofollow-Link ist der Standardfall: Er gibt sogenannte Linkkraft weiter und kann das Ranking der verlinkten Seite direkt stärken, weil Google ihn als Empfehlung deutet. Ein nofollow-Link trägt dagegen eine technische Markierung, mit der die verweisende Seite signalisiert, dem Link nicht aktiv folgen zu wollen, sodass keine direkte Autorität fließt. Wichtig ist die Begriffslogik: Es gibt kein eigenes Wort dofollow im Code, denn jeder Link ist standardmäßig dofollow, solange ihn niemand ausdrücklich als nofollow kennzeichnet. Wer verstehen will, wie diese Verweise insgesamt wirken, schaut sich am besten zuerst den Backlink als Oberbegriff an. So lässt sich einordnen, welcher Teil der Linkkraft tatsächlich bei dir ankommt.

Wie das rel-Attribut technisch funktioniert
Gesteuert wird das Ganze über das rel-Attribut direkt im Link-Code einer Seite. Schreibt jemand rel=nofollow in einen Verweis, weist die Seite Suchmaschinen an, diesem Link keine Wertung mitzugeben, ein fehlendes Attribut bedeutet dagegen schlicht dofollow. Eingeführt wurde nofollow ursprünglich, um Kommentar-Spam zu entwerten, da automatisch gesetzte Links in Foren und Blog-Kommentaren sonst künstlich Ranking aufbauen würden. Seit einigen Jahren behandelt Google nofollow nicht mehr als strikte Anweisung, sondern als Hinweis, den der Algorithmus berücksichtigen kann, aber nicht muss. Auch wenn das rel-Attribut Teil der technischen Seitenstruktur ist, gehört es eher zum Linkprofil als zur klassischen OnPage-Optimierung, die sich auf Inhalte und Struktur deiner eigenen Seite konzentriert. Für dich als Website-Betreiber zählt vor allem, ob ein eingehender Link diese Markierung trägt oder nicht.

sponsored und ugc: die neueren Link-Markierungen
Seit 2019 hat Google zwei zusätzliche Werte eingeführt, die den groben nofollow-Stempel verfeinern. Mit rel=sponsored kennzeichnet man bezahlte oder werbliche Links, etwa aus Anzeigen oder Kooperationen, was sauber von redaktionellen Empfehlungen trennt. Der Wert rel=ugc steht für User Generated Content und markiert Links, die Nutzer selbst beigesteuert haben, beispielsweise in Kommentaren oder Forenbeiträgen. Beide funktionieren ähnlich wie nofollow und vererben in der Regel keine direkte Linkkraft, geben Google aber genauere Informationen über die Natur eines Verweises. Du kannst diese Werte auch kombinieren, etwa um einen bezahlten Gastbeitrag korrekt als sponsored zu markieren. Wer Werbe-Verweise nicht entsprechend auszeichnet, riskiert, dass Google das gesamte Linkprofil kritischer bewertet.

Warum ein natürliches Linkprofil beide Typen braucht
Für den gezielten Linkaufbau sind dofollow-Links wertvoller, weil nur sie messbar Autorität auf deine Seite übertragen. Trotzdem wäre es ein Fehler, ausschließlich auf dofollow zu schielen: Ein Profil, das nur aus dofollow-Links besteht, wirkt unnatürlich und kann Suchmaschinen misstrauisch machen, weil organisch gewachsene Verweise immer eine Mischung ergeben. nofollow-Links aus Social Media, Foren oder Presseportalen bringen außerdem echten Besucher-Traffic und Sichtbarkeit, auch ohne direkten Ranking-Effekt. Genau hier zahlt gutes Content-Marketing doppelt ein, denn Inhalte mit echtem Mehrwert ziehen ganz von allein eine gesunde Mischung beider Link-Typen an. Vorgelagert hilft eine saubere Keyword-Recherche, damit deine verlinkten Seiten überhaupt die Themen treffen, für die andere dich freiwillig empfehlen. Entscheidend bleibt die Themennähe der verweisenden Seite, nicht der reine Link-Typ.
Was das für deine Agentursuche bedeutet
Wenn du eine SEO- oder Linkaufbau-Agentur suchst, ist der Umgang mit dofollow und nofollow ein guter Prüfstein für Seriosität. Eine saubere Agentur garantiert dir niemals eine feste Anzahl dofollow-Links zu einem Spottpreis, denn solche Massenlinks stammen fast immer aus minderwertigen Netzwerken und gefährden deine Domain. Stattdessen erklärt ein guter Dienstleister offen, warum ein natürliches Profil beide Typen enthält und dass nachhaltige Verweise Zeit brauchen. Frag im Erstgespräch ruhig nach, wie die Agentur die Qualität verweisender Seiten beurteilt und ob sie bezahlte Links korrekt als sponsored kennzeichnet. Wer hier ausweicht oder unrealistische Versprechen macht, ist selten der richtige Partner. Genau solche neutralen Vergleichskriterien helfen dir, aus vielen Anbietern den passenden herauszufiltern.
Verwandte Begriffe
Geprüfte Anbieter neutral vergleichen, kostenlos und ohne bezahlte Platzierung.
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